Wohnen
bei Privaten ist meist angenehmer als in den unpersönlichen
Hotels.
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Es
gibt grundsätzlich zwei Arten, in Kuba zu wohnen: in Hotels
oder bei Privaten.
Bei den Hotels findet man alles, was man sich im Bereich zwischen
Ein- und Vierstern vorstellen kann. Ein veritables Luxushotel (Fünfstern)
ist mir auf meiner Reise nirgends begegnet.
Zimmer und Betten können sehr komfortabel sein. Ebenso der
Service, auch wenn er nicht jenem in einem westlichen Hotel entspricht.
Praktisch jedes Hotel hat auch ein Restaurant, wobei das Essen selbst
in den teuersten Hotels nicht zu begeistern vermag. Die Angestellten
sind meist nur beschränkt hilfsbereit.
Mit etwas Glück lebt man wesentlich besser in privaten Unterkünften.
Der Staat hat vor wenigen Jahren diese Möglichkeit der Devisenbeschaffung
für Einheimische geschaffen. Damit er nicht die Kontrolle darüber
verliert, werden solche Häuser von aussen mit einem Blauen
Dreieck gekennzeichnet. Die Besitzer müssen jeden Monat einen
grossen Geldbetrag abgeben, egal ob die Zimmer vermietet wurden
oder nicht. Pro Nacht verlangen die Gastgeber zwischen fünf
und 20 Dollar pro Person. Dafür gibt es ein eigenes Zimmer,
meist ein eigenes Bad (muss manchmal mit anderen Gästen geteilt
werden), Frühstuck und - fast am wichtigsten - kubanische Gastfreundschaft.
Weiter Mahlzeiten können gegen Gebühren ebenfalls bei
der Familie eingenommen werden. Das lohnt sich, weil die Haasbesitzer
durchwegs die besseren Köche sind als jene in den Restaurants.
Zudem scheinen sie hygienischer zu arbeiten: Magenverstimmungen
folgten immer auf Essen in Restaurants teurer Hotels, nie aber nach
einem Essen im Privathaus.
Unangenehm können Hausbesitzer werden, wenn Sie noch am Geschäft
der Anbieter anderer Aktivitäten verdienen wollen. Der wiederkehrende
Versuch, Pferdetouren oder Tauchkurse anzubieten kann den Aufenthalt
empfindlich stören.
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