|

Dieses
Bild als Postkarte versenden
Wichtig
für den Vitaminhaushalt sind die Datteln, die überall
angepflanzt werden.
|
"Egal
wie das Restaurant aussieht: Das Essen ist vom hygienischen Standpunkt
aus unbedenklich". Mit diesem ermutigenden Rat schickt uns
der Verantwortliche des Reisebüros vor Ort auf den Weg. Während
der kommenden zwei Wochen essen wir sowohl in teuren wie auch heruntergekommenen
Hotels, in Restaurants deren Zustand nicht auf eine saubere Küche
schliessen lässt und auch mitten in der Wüste. Mein Magen
ist sich zwar einiges gewöhnt, aber meistens habe ich auf Reisen
schon alleine wegen der Umstellung auf einen fremdartigen Speiseplan
zeitweise Mühe mit der Verdauung, Immodium (ein Medikament
gegen Durchfall) ist sowieso auf jeder Menge im Gepäck griffbereit.
Gebraucht habe ich es nie.
In
der omanischen Küche (wie auch anderswo in der arabischen Welt)
dominiert Reis, serviert mit Schaf- (oder Lamm-), Rindfleisch oder
Fisch. Frische Gurken und Tomaten, die mit Zitronensaft beträufelt
werden ebenso mit jedem Mahl gereicht wie Fladenbrot in verschiedenen
Varianten. In der Wüste wurden uns vor jedem Essen Kaffee und
Datteln angeboten, wobei die Datteln zerstossen als kompakte Masse
zusammenkleben.
In
den Hotels gibt es internationale Küche, wobei die indische
dominiert. Gerade in teuren Hotels wird am Abend ein grosses Buffet
aufgestellt, ebenso am Morgen.
Während
die einheimischen von Hand (immer die Rechte!) aus einer grossen
Schüssel essen, werden den Touristen die Speisen auf verschiedenen
Tellern und mit Messer, Gabel und Serviette aufgetragen.
Etwas
mehr strapaziert wurde unsere Toleranz in Punkto Hygiene in der
Wüste. Beim essen von Datteln griff der Beduinenführer
in den entsprechenden Behälter, knetete die Masse um die Steine
zu entfernen und reichte uns dann den Dattelklumpen. Und die Pfanne,
in dem unser Reis gekocht wurde, diente gleichzeitig als Trinkgefäss
für die Kamele. Geschadet hat's nicht, aber hoffentlich abgehärtet.
|