HOME ¦ Start Skandinavien Kiruna - Schweden
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Kiruna ist eine Erzstadt im Norden Schwendens, die Stadt mit dem nördlichsten Bahnhof. Hätte man nicht eine vier Kilometer breite und unbestimmt tiefe Erzader gefunden, wäre hier nie eine Stadt gebaut worden. So ist sie denn auch komplett auf den Erzausbau ausgerichtet. Viele der Einwohner arbeiten im Schichtbetrieb am Abbau des Erzes. Es gibt sogar eine eigene Universität, die sich mit der Materie beschäftigt.

Eindrücklich ist die verschandelte Landschaft. Weil der Erzkeil schräg in die Tiefe geht, bricht beim Abbau das darüber liegende Land langsam ab und füllt den Untergrund auf, wo vorher Erz war. Schon nach wenigen Jahren Abba musste die staatliche Betriebsgesellschaft merken, dass sie ihre Gebäude am falschen Ort gebaut hatte und musste die ganzen Anlagen zügeln. Das Stättchen selbst liegt auch auf der falschen Seite und schon bald müssen die Geleise des Bahnhofs verschoben werden. Falls ach 2007 noch weiter gebaut wird, drohen den ersten Häusern dasselbe Schicksal.

Grund zum Aufschrei ist das hier nicht. Schliesslich ist der Erzabbau hier die Lebensgrundlage. Auch das ganze Seen trocken gelegt werden, um noch mehr Erz im Tagbau abzubauen, ist kein Thema.

Die Mine kann besichtigt werden. Empfehlenswert ist das allerdings nur für Reisende, die so wie so genügend Zeit haben. Die ganze Führung findet auf einem Niveau statt, auf dem nicht mehr gearbeitet wird. Man darf sich auf einem Video ansehen, wie der Abbau funktioniert und anschliessend veraltete Maschinen im Stollen. Immerhin: Man erfährt eine Menge über den Erzabbau – nicht nur jenen in Kiruna.

Ansonsten gibt es in der Stadt noch die Kirche zu sehen, die der Minengründer erbauen liess. Er ist nicht nur Stadtvater, sondern auch Stadt-Held.


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