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Vier Tiere sind in der Finnmark besonders erwähnenswert: der Bär, der Elch, das Rentier und die Lemminge. (Über Fische und Mücken lesen Sie in separaten Kapiteln).

Der Bär ist gerade erst wieder eingewandert und ist als eifriger Beerensammler ein Konkurrent der Skandinavier. Er verbirgt sich in den endlosen Wäldern und ist kaum anzutreffen. Im Gegensatz zu anderen Gegenden der Welt ist er noch nicht in die Städte vorgedrungen, um im Zivilisations-Abfall zu wühlen.

Ähnlich sieht es mit den Elchen aus. Sie Soll es fast in der ganzen Finnmark geben aber ich habe ausser auf Warnschilder, auf denen das Tier abgebildet ist, kein Exemplar gesehen.

Genau umgekehrt verhält es sich mit den Rentieren: Sie sind überall, vornehmlich auf den Strassen, wo sie in Gruppen von zwei bis sechs Tieren, manchmal aber auch komplette Herden, den Autos aufzulauern scheinen. Dazu warten Sie am Strassenrand, bis ein Wagen kommt, stellen sich dann im letzten Moment auf die Strasse und trotten neben, vor und hinter dem Auto her, immer wieder unberechenbar die Position wechselnd. Das machen sie so lange, bis eine Seitenstrasse kommt, auf der sie (ohne den Blinker zu setzen) wieder abbiegen.

Lemminge habe ich nur im Museum gesehen. Dort hat sich dann gezeigt, dass die Geschichten über diese kleinen Tiere, die sich die Klippen herunterstürzen sollen, wahre ist als ich angenommen hatte. Und das geht so: Alle vier Jahre wird die Population der meist unterirdisch lebenden in den Bergen lebenden Lemminge so gross, dass zu wenig Nahrung übrig bleibt. Deshalb wandert ein Teil der Population aus. Sie wandern zu tausenden den Berg hinunter, auf der Suche nach einem neuen Lebensort für die Kolonie. Kommt ein Fluss oder ein zu steiler Abhang, können die vordersten Tiere dem Druck der Lemming-„Lawine“ nicht standhalten und werden in den Fluss oder über den Abhang gedrückt und verenden.


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